Québec allgemein Staedte Regionen Urlaubsaktivitaeten Broschüren Kontakt Presse Home Sitemap
Home page Japanese Espanol Francais

Québec von A-Z
Routentipps
Events & Festivals
Nationalparks
Sankt-Lorenz-Strom
» Geschichte
» Verlauf des Sankt-Lorenz-Stroms
Indian Summer
Transport
Unterkunft
Urlaubsmöglichkeiten


Unterwegs auf dem Sankt-Lorenz-Strom

Auf seinem 3.864 Kilometer langen Weg von den Großen Seen bis zum Ozean schlängelt sich der Sankt-Lorenz-Strom quer durch die "Belle Province" und ist beinahe so groß wie Rhein, Wolga und Nil zusammen. Mit seinen Inseln und Naturschutzgebieten ist er eine landschaftliche Augenweide.

Das Tiefland zu beiden Seiten ist dank des gemäßigten Klimas und fruchtbaren Bodens ein Zentrum der Landwirtschaft. Weite Hafer- und Gerstefelder wechseln mit grünen Weiden und Gemüseplantagen. Die größten Städte der Provinz, "La Belle" Montréal und "La Charmante" Québec City, liegen inmitten des Stroms und an seinem Nordufer. Am Südufer ragt die Gaspé-Halbinsel mit ihren hohen Klippen und dem sehenswerten "Forillon"-Nationalpark an der Spitze weit in den Atlantik hinein.

Der Strom zeigt viele Gesichter: Manchmal verengt er sich - wie auf Höhe der Stadt Québec - auf nur 1,5 Kilometer. Flußabwärts weitet er sich dann immer mehr aus und wird an manchen Stellen bis zu 100 Kilometer breit. Bei Tadoussac, wo der Saguenay-Fluß in den Sankt Lorenz-Strom mündet, bildet er schließlich den Golf des Saint Laurent, ein riesiges Binnenmeer von über 250.000 Quadratkilometern, das mit dem Atlantik durch die Enge von Belle-Isle im Nordosten und Cabot im Südosten verbunden ist.

Ozeandampfer können auf dem Sankt-Lorenz-Strom bis zu den Großen Seen im Herzen des Kontinents fahren. Hierfür wurde in den 50er Jahren der Sankt-Lorenz-Seeweg, die "Voie maritime du Saint Laurent", erbaut. Der Kanal ermöglicht Schiffen bis zu 225 Meter Länge, die vielen Stromschnellen zwischen Ontario-See und Montréal zu umgehen.

Aber auch Flußkreuzfahrten in Québec werden zum unvergessenen Erlebnis: Am Küstenstreifen bezaubern malerische Leuchttürme und bunte Fischerdörfer, auf dem Wasser bieten Wale und Seevogelkolonien ein einmaliges Naturschauspiel.

Folgt man dem Weg des Sankt-Lorenz-Stroms in den Atlantik, präsentieren sich zahlreiche Regionen in Québec von ihrer schönsten Seite: So wartet im Süden von Montréal der "Garten von Québec", das landschaftlich reizvolle Montérégie. Reisende können vom Dorf Ste-Anne-de-Sorel aus mit Booten die zahllosen kleinen Inseln erreichen, die den Sankt-Lorenz-Strom in Montérégie in kleinere Flüsse teilen.

Nur 150 Kilometer von Montréal und Québec entfernt liegt die Region Mauricie Bois-Francs. Auch sie bietet eine Vielzahl an Seen, Bergen, Flüssen und Wäldern und wird vom Sankt-Lorenz-Strom durchwandert.

Im Charlevoix, einer Landschaft nördlich des Stroms, warten herrliche Buchten, pittoreske Siedlungen und fruchtbare Küstenabschnitte. Die zahlreichen Walarten, die im Sankt-Lorenz-Strom vor der Küste des Charlevoix leben, können Besucher von Ende Mai bis Mitte Oktober bei speziellen Schiffstouren ab Baie-Sainte-Catherine beobachten.

An der Südseite des Sankt-Lorenz-Stroms gegenüber Québec City liegt die Region Chaudière-Appalaches, die sich 200 Kilometer den Küstenstreifen entlangwindet. Ob auf dem mächtigen Strom oder auf dem Rivière Chaudière - für Naturliebhaber ist Chaudière-Appalaches der ideale Platz für ausgedehnte Kanu- und Kajak-Fahrten durch die kanadische Wildnis.

Das "Entdeckerland" am Sankt-Lorenz-Strom ist jedoch Québec Maritime im Südosten Québecs. Eine ausgiebige Bootsfahrt, zum Beispiel von der kleinen Stadt Tadoussac, führt Reisende durch die Regionen Gaspésie, Bas-Saint-Laurent, Côte-Nord mit Manicouagan und Duplessis sowie die Iles-de-la-Madeleine. Sie alle grenzen an das hier schon überaus breite Gewässer. Allgegenwärtige Attraktion auch hier: Große Meeresriesen, die sich in der warmen Jahreszeit in großen Scharen im Wasser tummeln. Neben den Walen bieten aber auch Tausende von Schneegänsen einen prachtvollen Anblick, die sich im Herbst an der Küste des Sankt-Lorenz-Stroms für ihren Weiterflug in wärmere Gefilde sammeln.